sabato 29 giugno 2013

Auf der anderen Seite

 „Sechs Menschen, deren Wege sich auf schicksalhafte Weise kreuzen, ohne sich zu berühren. Erst der Tod führt sie zusammen, auf einer emotionalen Reise zur Vergebung“



 Auf der anderen Seite“ ist der zweite Teil der Filmtrilogie „Liebe, Tod und Teufel“ von Fatih Akin, deren erster Teil „Gegen die Wand“ auf der Berlinale 2004 den Goldenen Bären gewann. Seine Weltpremiere hatte der Film 2007 auf dem 60. Filmfestival von Cannes, wo er als deutscher Beitrag im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten war und den Preis für das beste Drehbuch sowie den Sonderpreis „Prix du Jury œcuménique“ gewann. Auch in weiteren Ländern lief er erfolgreich. Nach dem Gewinn des Filmpreises Lux wurde der Film in alle 22 Amtssprachen der EU übersetzt. Der Film wurde darüber hinaus als deutscher Beitrag für die Oscarverleihung 2008 ausgewählt, kam allerdings nicht in die Endauswahl.

Der Film ist in drei Kapitel gegliedert: „Yeters Tod“, „Lottes Tod“ und „Auf der anderen Seite".
Im ersten Kapitel ist der Germanistikprofessor Nejat erstaunt, wenn er seinen Vater mit eine Prostituierten,  Yeter, nach Hause finden. Yeter hat dieses Angebot akzeptiert, weil zwei Türken sie bedrohten haben. Aber später werden Nejat und Yeter Freunde und Nejat beginnt, Respekt von ihr zu haben, wann er entdeckt, dass Yeter eine Tochter hat. Yeter erzählt ihm, dass sie das Studium von ihrer Tochter finanziert hat. Sie hat ihrer Tochter gesagt, dass sie als Verkäuferin in einem Schuhgeschäft arbeitet. Für ihre Tochter würde sie alles tun : sie wollte, dass sie ein gebildeter, kultivierter Mensch wird. Aber sie ist beunruhigt, weil sie nicht mehr weiß, wo ihre Tochter ist.

Dann schlägt Ali Yeter in einem alkoholisierten Wutanfall : sie prallt gegen eine Sofalehne und sie ist sofort tot. Die Familie von Yeter kann die Leiche in die Türkei überführen. Während Ali festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt wird, fährt Nejat nach Istanbul, um Yeters Tochter, Ayten, zu suchen, weil er ihres Studium finanzieren möchtet. Er kann seinen Vater nicht verzeihen : er denkt, dass jemand, der mordet, nicht sein Vater sein kann.

In Istanbul kann er Ayten nicht finden : ihre Familie hat sie lange nicht gesehen und sie ist seit ein paar Monaten verschwunden. Sie haben keine Fotos von Ayten, so nimmt er ein Foto von Yeter. Er bleibt in Istanbul, gibt seine akademische Karriere auf und übernimmt eine deutsche Buchhandlung. Er hängt Pinnwänden mit Yeters Foto überall und auch an eine Wand von der Buchhandlung.

Im zweiten Kapitel ist die Protagonistin Ayten. Yeters Tochter ist eine Soziologiestudentin und eine Politaktivistin und gehört zu einer verbotenen politischen Gruppe. Nach einer Demonstration verliert sie ihres Handy und nimmt eine Waffe, so wird sie von der Polizei verfolgt. Sie geht auf ein Hausdach, wo sie die Waffe verstecken kann, aber die Polizei benutz die Telefonnummern in ihrem Handy, um ihre Freunde zu verhaften. So muss sie mit einem gefälschten Pass nach Deutschland entfliehen, wo sie beginnt, ohne Aufenthaltsgenehmigung und ohne Geld zu leben. Sie isst und schläft in der Universität, weil die Mensa billig ist, und wir finden, dass die ersten zwei Kapitel gleichzeitig sind : zweimal wiederholt der Regisseur eine Szene, als Ayten im Nejats Unterricht schläft.

In der Universität kennt sie Lotte, eine Studentin, lernen, und sie werden Freundinnen. Trotzdem ist Ayten eine illegale Einwanderin, Lotte bringt zu sich nach Haus. Ihre strenge Mutter, Susanne, ist nicht so zufrieden mit dieser Situation. Aber die beiden Mädchen verlieben sich und beginnen eine Affäre.
Ayten sucht in Bremen  ihre Mutter in allen Schuhgeschäften, aber natürlich kann sie sie nicht finden. Aber ihre Mutter ist sehr nahe : in einer anderen Szene sehen wir gleichzeitig Nejat und Yeter im Bus und Lotte und Ayten im Auto. Dann geraten Ayten und Lotte in eine Polizeikontrolle; Ayten versucht zu laufen, aber sie wird festgenommen. Sie kann nicht Asyl bekommen und wird sie deshalb in die Türkei abgeschoben. Im Gefängnis wartet sie auf den Prozess.

Lotte fährt nach Istanbul, wo sie Untermieterin von Nejat wird. Er weiß nicht, dass sie Yeters Tochter kennt, und sie weiß nicht, dass er  Ayten sucht.  Nejat denkt, dass es unmöglich ist, Ayten zu finden, so entfernet Yeters Foto von der Wand. Bei einem Besuch im Gefängnis bittet Ayten Lotte, um die versteckte Waffe zu nehmen, weil ein Mitglied von ihrer politischen Gruppe sie abholen wollte. Lotte findet die Waffe und steckt sie in ihre Handtasche. Aber auf der Straße wird ihre Handtasche von drei Kindern gestohlen.  Lotte rennt ihnen nach, aber ein Kind schießt auf sie und sie ist sofort tot. Ihre Leiche wird nach Deutschland überführt.
Im dritten Kapitel, fährt Susanne nach Istanbul in der Hoffnung, ihrer Tochter nach dem Tod näher zu kommen. In dem selbsten Flugzeug gibt es auch Ali : er wird aus Deutschland ausgewiesen. Ali kommt nach Trabzon, sein Geburtsort, zurück, und Susanne vermietet Lottes Zimmer und sie und Nejat werden Freunde. Sie liest Lottes Tagebuch und versteht, dass ihre Tochter ihr sehr ähnlich war. Sie besucht Ayten im Gefängnis, verzeihet ihr und beginnt, um ihr zu helfen. Sie findet einen guten Anwalt und Ayten wird freigelassen. Mit Susanne besucht Ayten die Buchhandlung, aber das Foto von ihrer Mutter ist nicht mehr an der Wand.

In der Zwischenzeit, verstehet Nejat, dass er seinen Vater liebt. Obwohl er ein Mörder war, war er kein schlechter Vater und er hat seinen Sohn gut erzogen. So passt Susanne auf die Buchhandlung auf, und Nejat fährt nach Trabzon. Dort setzt er sich ans Meer und wartet auf seinen Vater.
Zwei der Themen bieten sich durch den Filmtitel und die Kapitelüberschriften an : der Tod und „Auf der anderen Seite“. Der Tod hat in die Leben von Yeter und Ali vor langer Zeit schon eingegriffen: beide sind verwitwet und haben ihr einziges Kind allein aufgezogen, wie auch Susanne, die keines Kontakt mehr mit Lottes Vater hat. Im Film gibt es zwei Tötungen : die eine Tat geschieht in der Privatsphäre, die andere im öffentlichen Raum, aber sind sie beide nicht mit Absicht verübt werden. Im geografischen Sinne, verschlägt der Regisseur alle sechs Protagonisten auf die andere Seite“, in die Türkei oder nach Deutschland. Die beiden Särge auf dem Förderband des Istanbuler Flughafens - eine herab (Yeter) und die andere hinauf (Lotte) – sind die Metapher von dieser Situation. Die Leitmotiv von dem Film sind auch Schicksal und Zufall, der Idee der „sich kreuzenden“, aber „nicht berührenden“ Lebenslinien, so können die Protagonisten nur „auf die andere Seite“ finden, wen und was sie suchen.
Denn erzählt der Regisseur von einer Vater-Sohn und zwei Mutter-Tochter Beziehungen : eine Tochter sucht ihre Mutter ohne Erfolg in Deutschland, eine andere Mutter sucht ihre Tochter in der Türkei, aber am Ende findet Susanne eine Tochter, und finde Ayten eine Mutter. Der Film ist auch über Reue, Vergebung, Versöhnung, besonders für die beiden Männer: am Anfang verleugnet ein Sohn seinen Vater, aber am Ende wartet auf ihn und kann ihn verzeihen. Auslöser für seinen Entschluss, um seinen Vater zu besuchen, ist Susannes Frage nach dem Hintergrund des Bayram-Festes (Gottes Forderung an Abraham, seinen Sohn zu opfern) : er erinnert an kindliche Frage an den Vater, ob er ihn auch opfern würde. Sein Vater hat antwortetet dass, er sich sogar Gott zum Feind machen würde, um ihm zu beschützen.

Fatih Akin
Andere Themen von dem Film sind die Identitätsfindung zwischen zwei Kulturen, die Kämpfe für ein Ideal und das schwierige Zusammenleben mit Multikulturalität, Globalisierung und die Untersuchung von ihrer einigen Familie und ihrer Herkunft. „Auf der anderen Seite“ ist kein politischer Film. Der Regisseur kritisiert die türkische Justiz und das deutsche Asylrecht, aber nur im Hintergrund. Im Vordergrund stehen die Protagonisten und sie lernen, um die Vergebung und das Leiden zu verstehen. So ist „Auf der anderen Seite“ eine nachdenkliche Meditation über das Leben, über Liebe und Tod. 

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